"mmh..." mechthild meint heute: 9,5 unfrisierte und fragwürdige Thesen

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1. "Ach was, der Papst.“ Abgeklärte Ökumene. Zwischen Ablehnung und Anbiederung.  Warum den päpstlichen Ehrenprimat fordern statt das predigende Ehrenamt aller zu fördern?

"Denn was aus der Taufe gekrochen ist, kann sich rühmen, dass es schon zum ... Papst geweihet sei.“

2. „Also, weiß wirkt einfach freundlicher.“ Kurzsichtige Theologie. Bunter kleiden und weiter farblos predigen? Warum wieder Priester-Tracht tragen statt mit dem Luther-Talar Farbe zu bekennen?

Denn es ist kein andrer Gottesdienst, als allein zu glauben.“

3. „Ach, ist doch nur der Name.“ Beispiel Landeskirche. Warum protestantisch kleinlaut einklammern, statt „mutig voranschreiten“, mit pro und protest im Namen?

„Das Wort sie sollen lassen stahn.“

4. „Also, besser nicht polarisieren.“ Weichgespülte Kirchenworte. Warum nur so zaghaft reden und streiten für Gottes Schalom?

„Ein Prediger soll Zähne im Mund haben, beißen, salzen und jedermann die Wahrheit sagen.“

 5. „Ach, das war schon immer so.“ Ängstliches Aussitzen. Warum so unbeweglich, was neue Kirchenwege und gesellschaftlichen Wandel angeht?

 „Der Glaube ist ein göttliches Werk in uns, das uns wandelt.“

6. „Ach ja, wir beten noch schnell.“ Abgespulte Frömmigkeit. Warum so ungelenk im Bitten und Beten, wenn es um unser christliches Handwerk geht?

„Denn das Beten hilft uns sehr und macht ein fröhliches Herz.“

7. „Also ich komme zum Schluss, stelle aber noch dreierlei fest...“ Endlose Verschwafelung. Warum so verschwätzt in der Kirche des Wortes?  

„Tritt frisch auf, tu´s Maul auf, hör bald auf.“

 8. „Ach, unter 60 Stunden läuft nichts.“ Ausgebrannte Christenmenschen. Warum glauben wir, nie recht zu sein im (Pfarr)Amt und werden mit der Arbeit nicht fertig?

„Der Gerechte lebt aus Glauben. Da hatte ich das Empfinden, ich sei geradezu von neuem geboren.“

9. .„Also, die da in Speyer!“ Und die da in den Gemeinden! Gepflegtes Unverständnis. Warum sind wir oft so uneins und ungnädig untereinander?

„Indem unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: Tut Buße, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden eine Buße sei."

9.5. „Also, was ich (dazu) selbst fragen und sagen will…"

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Bleiben Sie frech und fröhlich. Schalom, Ihre Mechthild Werner

 

Nachweis der Luther-Zitate:

[1] An den christlichen Adel deutscher Nation, Von des christlichen Standes Besserung 1520
[2]
Predigt am 17. April 1530 WA 32;53,19
[3]
Lied Ein feste Burg, 1529, EG 362 Vers 4
[4]
Kirchenpostille 1522 WA 10 I 1;47,2
[5]
Vorrede zum Römerbrief, 1522 WADB 7;8,30
[6]
Tischrede 1531 WATR 1;49,26
[7]
Überliefert und s. WA TR 4,51
[8]
Vorrede zum ersten Band der Opera Latina, 1545 WA54;185,14 
[9]
Erste der 95 Thesen, Wittenberg 1517

Schlagworte: Reformation